Dr. Mönchmeyer

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ITSM und die Ausrichtung von SW-Unternehmen

Ist Ihr SW-Unternehmen zukunftssicher aufgestellt?

 

In meiner Beratungspraxis taucht regelmäßig das Thema auf, wie sich expandierende mittelständische SW-Unternehmen langfristig aufstellen sollten. Dass die eingesetzten SW-Entwicklungsverfahren modernen Anforderungen genügen müssen, ist eine Selbstverständlichkeit. Ein typisches Management-Defizit stellt aber oft die einseitige Fokussierung auf Organisationsstrukturen, Prozesse/Verfahren und Rollen aus der Welt des Projektmanagements dar. Die Bedeutung von Projektleitern, Projektmanagement-Kenntnissen sowie projektbezogenen QS-Prozessen schlägt sich dann nicht nur in unzureichenden Organisationsstrukturen und Interaktionsprozessen mit Kunden, sondern auch in einem unzulänglichen QM- und Service-Verständnis nieder.

Kennzeichnend für expandierende SW-Unternehmen sind zunehmend langfristige Kooperationen, die der kontinuierlichen Verbesserung jener SW-Produkte dienen, die für den Kunden initial in Projekten entwickelt wurden. Für kontinuierliche Kundeninteraktionen sind Projektmanagement-Verfahren allein aber keineswegs hinreichend - in bestimmten Punkten sogar kontraproduktiv. Leitlinien der kundenorientierten Ausrichtung eines Unternehmens sollten grundsätzlich die 8 Ansatzpunkte für Qualität sein, die die ISO 9000 definiert. Diese sind auf die speziellen Bedürfnisse von SW-Unternehmen herunterzubrechen.


 

 

 

Die Prozesslandschaft, die einer qualitativ hochwertigen und kontinuierlichen SW-Produkt-Betreuung über den gesamten Life-Cycle hinweg am besten angemessen ist, ist unter verschiedensten Kriterien die des IT Service Mangements. Projekte werden bei genauer Analyse der erforderlichen Organisationsstrukturen erst sekundär für bestimmte Produkttransitionen und Release-Übergänge relevant. Von vielen SW-Unternehmen wird dieser Punkt leider stark unterschätzt oder ignoriert.

Meine Empfehlungen für eine zukunftssichere Aufstellung von SW-Unternehmen beinhalten deshalb u.a. folgende Punkte:

  • Systematischer Aufbau des fachlichen Consultings:
    Die zu erreichenden Ziele der Kunden sind letztlich fachliche und geschäfts-bezogene Ziele. Ein tiefes Verständnis dieser Ziele, ein zugehöriges Produkt- und Anforderungs-Management erfordert entsprechende fachliche Qualifikation. Die zunehmende Komplexität und Marktausrichtung von SW-Produkten und deren Komponenten im Sinne des Kunden erfordert Beratungskompetenz. Entsprechende Consultant-Rollen können anfänglich über Projekte finanziert werden, sollten letztlich aber in den Aufbau einer Consulting-Abteilung münden, deren Leistungen auch jenseits von Projekten angeboten werden. Dies dient nicht zuletzt auch einem gesunden Mix aus hoch- und niederpreisigen Leistungen.

  • Orientierung langfristiger Kundenbeziehungen an Prozessen des IT Service Managements [ITSM]:
    Langfristige Kundenbeziehungen und die systematische Pflege von SW-Produkten erfordern Rollen, Prozesse und Verfahren des IT Service-Managements - u.a. ein systematisches Change-, Release- und Configuration Management. Die Norm ISO/IEC 20000-Reihe definiert hierzu unverzichtbare Kernprozesse und Rollen. SW-Unternehmen sollten verstehen, dass eine Ausrichtung der Service-Prozesse auf die ISO/IEC 20000 die bedarfsgerechte Einbettung von Projekten keineswegs ausschließt. Im Gegenteil: Die effektive und effiziente, ressourcenschonende Verzahnung von Projekten, deren Verfahren und Rollen mit Prozessen des ITSM zeichnet wirklich erfolgreiche Unternehmen aus.

  • Mix aus klassischen und agilen Projektsteuerungsverfahren:
    Aus ITM-Sicht definiert die Bündelung von Change Requests unter Effektivitäts- und Effizienz-Gesichtspunkten ein kommendes Release eines SW-Produkts. Je nach Komplexität und Menge der umzusetzenden Änderungen, kann die Realisierung bestimmter Releases den Einsatz von Projektsteuerungs-Verfahren zwingend erforderlich machen. Hier gilt es jedoch, produkt- und kundengerecht den richtigen Grad an Agilität zu wählen. Ein SW-Unternehmen sollte deshalb systematisch Know How und Erfahrung im gesamten Spektrum zwischen klassischen V-Modell-orientierten Steuerungsmodellen und hochagilen Verfahren wie SCRUM aufbauen.

  • Beratungskompetenz bzgl. System- und SW-Architekturen:
    Für SW-Unternehmen ist dies eine Selbstverständlichkeit. Die Fixierung auf eine bestimmte Architektur (wie etwa JEE) allein schränkt jedoch die Kosteneffizienz bezogen auf bestimmte Aufgabenstellungen zu sehr ein. Gerade im Web-Umfeld sollten systematisch Kompetenzen bzgl. mehrerer Architekturen und zugehöriger Frameworks aufgebaut werden.


Sind Sie zukunftssicher aufgestellt?

Gerne analysiere ich die in Ihrem Unternehmen etablierte Organisations-, Prozess- und Verfahrenslandschaft und die resultierende Kundeninteraktion. Auf dieser Basis entwickle ich mit Ihnen zusammen Leitlinien für die Zukunft - im Sinne einer gesunden Mischung aus Consulting-, ITSM-, Projekt- und SW-Entwicklungs-Leistungen. Rufen Sie mich an ....

 

 

© 2005-2017

Dr. R. Mönchmeyer,
Johannes-Haag-Str. 3, Augsburg • Tel.: +49 82150880450

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